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Der Mensch besteht zu 95 % aus Gefühlen eine verwirrende Vielfalt!
Nirgendwo lassen wir unseren Gefühlen so freien Lauf wie in der Musik. Insbesondere die Kammermusik schafft Räume, die von jedem anders verstanden, gehört und gefühlt werden.
Dieses schöpferische Potenzial mit immer wieder neuen Elementen und zeitgenössischen Stücken zu beleben, ist das Ziel von kammermusik heute e.V. Wir laden Sie ein: Erleben Sie Kompositionen sinnlich im Rahmen unserer Konzerte, und fördern Sie mit einer Mitgliedschaft tatkräftig die Fortentwicklung der Kammermusik.

Der Verein
kammermusik heute e.V. wurde im Jahr 2000 als gemeinnütziger Verein gegründet. Seitdem ist es gelungen, ein lebendiges Forum für Zuhörer, Musiker und Komponisten zu schaffen. Der Verein hat zahlreiche Kompositionsaufträge vergeben, u.a. an international renommierte Komponisten wie Xiaoyong Chen (China), Leo Eylar (USA), Dieter Glawischnig (Österreich) oder Jan Müller-Wieland (Deutschland).
Der Verein gibt für seine Mitglieder mehrmals jährlich die Zeitschrift impulse heraus, die neben Diskussionen über aktuelle Kammermusik und Interviews mit Komponisten Hintergrundinformationen über die neuen Kompositionen enthält.
Kammermusik neu erleben
kammermusik heute e.V. veranstaltet eine Reihe mit sechs Doppelkonzerten pro Saison im Hamburger Jenisch Haus, dem Museum für Kunst und Kultur an der Elbe. Auf dem Programm im „Weißen Saal“ stehen traditionelle und moderne Stücke der Kammermusik. Es spielen das ensemble acht und das Ensemble Obligat Hamburg.
Das ensemble acht
Das Ensemble-in-Residence des Vereins kammermusik heute e.V. ist das ensemble acht. Die Mitglieder sind in namhaften Orchestern und als Professoren an verschiedenen Musikhochschulen tätig. Ihr besonderes und gemeinsames Profil besteht in dem Wunsch, in den Programmen die berühmten Kammermusikwerke der klassisch-romantischen Literatur mit zeitgenössischer Musik zu kombinieren.
Dank an die Förderer
Wir danken den privaten Spendern, ohne deren Engagement Kompositionsaufträge und Konzerte so nicht stattfinden könnten. Wir danken auch einigen Institutionen, die mehr als einmal Projekte des Vereins finanziell unterstützt haben: Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, Hamburgische Kulturstiftung, Institut Français de Hambourg.
Ihr Beitrag
kammermusik heute e.V. ist gemeinnützig und lebt von den Spenden seiner Mitglieder. Daher bitten wir Sie um Ihren Beitrag. Unterstützen Sie die aktuellen Projekte des Vereins für eine lebendige und erlebnisreiche Kammermusik.
Vielen Dank! Finanzielle Spenden können steuerlich geltend gemacht werden.
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| „Kammermusik neu erleben“, so das Motto des 2000 gegründeten und in Hamburg ansässigen Vereins kammermusik heute e.V. Allerdings gibt es keine festen Mitgliederbeiträge, sondern jedes Mitglied unterstützt nach seinen Interessen und finanziellen Möglichkeiten und zwar ganz gezielte Projekte, Auftragskompositionen, Uraufführungen, einzelne Konzerte. Doch was verbirgt sich hinter dem Anspruch, Kammermusik neu erleben zu können? Kann man Beethovens Streichquartette zukünftig in einer Konzert-Event-Halle mit angeschlossenem Tiefseeaquarium lauschen - in Anlehnung an entsprechende Pläne der Hamburger Kultursenatorin Dana Horáková? Nein, keineswegs! Hier sollen keine Events der Spaßkultur huldigen, und dennoch wird Neues versprochen. Neu sind zum einen die gespielten Werke. In jedem Konzert wird eine Uraufführung zu Gehör gebracht, ein Auftragswerk des Vereins erarbeitet. Umrahmt werden diese neuen Klänge von Werken bekannter, aber auch unbekannterer Komponisten der Klassik und Romantik. Neu ist aber noch ein weiterer Aspekt: Durch die Vergabe von Auftragskompositionen wird nicht nur die zeitgenössische Literatur für Kammerensemble erweitert und aufgeführt, das Publikum erhält zudem ausführliche Informationen zu einzelnen Komponisten und ihren Werken. Es gibt Einführungen durch den Komponisten, Interviews mit ihnen sind im Informationsblatt Impulse sowie im Internet zu lesen, interessierte Hörer bekommen die Möglichkeit, die Probenarbeit mitzuerleben, Raum für Gespräche mit den Mitwirkenden nach den Konzerten ist gegeben. Das „Ensemble in Residence“ des Vereins ist das ensemble acht, Streicher und Bläser aus verschiedenen deutschen Orchestern. Konzerte mit weiteren Ensembles sind geplant. Der Verein kammermusik heute ist ein seltenes Projekt, das sich nicht nur um zeitgenössische Musik, sondern genauso intensiv darum bemüht, diese Musik gerade auch denjenigen Hörern zu vermitteln, die ansonsten eher dem klassisch-romantischen Konzertrepertoire zugeneigt sind. Pläne für die Zukunft gibt es reichlich: Eine feste Spielstätte wird seit einiger Zeit gesucht. Auch sind kleine Festivals angedacht, um Komponisten besser featuren zu können. Ob das in Hamburg möglich sein wird? Denn die OrganisatorInnen von kammermusik heute e.V. sind unermüdliche Idealisten. Finanzielle Unterstützung wurde ihnen von der Stadt Hamburg nie in größerem Maße zuteil. Seit 2003 müssen sie ganz ohne öffentliche Förderung auskommen in Hamburg scheinen Qualität, Kreativität und Vielfalt zur Zeit für die Kulturpolitik von geringem Interesse zu sein ,was auch zahlreiche weitere (freie) Musikensembles und Festivals zu spüren bekommen haben. Wäre da nicht eine engagierte Mäzenin aus der Wirtschaft: Brigitte Feldtmann, die unter anderem immer wieder auch den Verein kammermusik heute e.V. finanziell unterstützt und so die Kompositionsaufträge sichert. Doch weitere Sponsoren zu finden ist extrem schwer. Aber der Verein ist flexibel und sucht nach immer neuen Möglichkeiten. So sollen in Zukunft mit einem festgelegten Programm gezielt Firmen angesprochen werden. Zu hoffen bleibt, dass im Zuge allgemeiner Finanznot die Bedeutung kultureller Vielfalt und Bildung nicht vergessen wird. aus: mnz 02/2004
Nina Polaschegg Musikwissenschaftlerin & Publizistin
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Der Verein kammermusik heute e.V. hat Geburtstag. Ist es nach fünf Jahren schon an der Zeit, inne zu halten, einen Rückblick zu wagen und womöglich eine Bilanz zu ziehen? War das überhaupt angebracht, im Jahr 2000 einen Kammermusikverein zu gründen? Die Zeichen der Zeit standen doch eher auf spektakuläre Großevents, quotenträchtiges Publikum und vermarktbare Medienereignisse. Was wollte dieser Verein mit „Kammermusik von heute“ bewirken?
Zunächst waren da die Musiker des ensemble acht. Nach vielen Jahren und Erfahrungen mit dem klassischen und romantischen Repertoire kam innerhalb der Gruppe immer stärker der Wunsch auf, nicht nur die schon bestehende Literatur für Kammermusik aufzuführen. Man wollte auch die Kammermusik von heute erleben, und war neugierig darauf geworden, wie es denn wäre, Kammermusik von morgen auf den Weg zu bringen. Dazu wollte man vorübergehend den geschlossenen Zirkel der Kammermusikgruppe verlassen. Ein Forum sollte geschaffen werden, um überhaupt mit Komponisten und Zuhörern ins Gespräch zu kommen.
Also wurde ein Verein gegründet. Ein Flyer wurde erstellt. Ein Mitgliederstamm wuchs schnell heran. Viele Kammermusikliebhaber wurden neugierig, nicht zuletzt, weil sie feststellen konnten, dass in diesem Verein keine „Vereinsmeierei“ betrieben wird. Ein eingetragener Verein sollte als Plattform genutzt werden, um in der Gemeinschaft Neues für die Kammermusik zu bewegen. Es wurden keine festen Mitgliedsbeiträge vorgeschrieben. Jedes Mitglied sollte nach seinen finanziellen Möglichkeiten gezielt Projekte unterstützen können. Das war - nebenbei bemerkt - eine riskante Vorgabe, weil vielen Mitgliedern bis heute nicht bewusst ist, dass den Verein jede Mitgliedschaft auch finanziell belastet. Das Motto „Kammermusik neu erleben“ war schnell gefunden und hat nach fünf Jahren immer noch nicht an Aktualität eingebüßt.
Es alleine dabei belassen zu wollen, nur Kompositionsaufträge auf den Weg zu bringen, stand übrigens von Anfang an nicht zur Debatte. Zu häufig hatten die Orchestermusiker erlebt, wie neue Kompositionen sowohl bei den Ausführenden als auch beim Publikum „verpufften“ nicht zuletzt, weil es keinerlei Anknüpfungspunkte zu einer neuen Komposition, geschweige denn zu einem Komponisten gab. Viel aufschlussreicher und spannender sollte es durch die Idee werden, Einblicke in die Entstehung einer neuen Komposition zu erhalten. Es sollte der gesamte Prozess einer neuen Komposition - von der Idee bis zur Nachbereitung einer Uraufführung - erlebt und mitgestaltet werden. So finden schon zahlreiche Gespräche mit Komponisten statt, bevor überhaupt ein Auftrag vergeben wird. Die Mitglieder erhalten dann später im Informationsblatt Impulse ausführliche Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Komponisten und deren Vorhaben. Interessierte Hörer bekommen die Möglichkeit, die Probenarbeit an einem neuen Stück mitzuerleben. Vor Konzerten gibt es Einführungen durch einen Komponisten - nach Konzerten bleibt Raum für Gespräche mit den Mitwirkenden. Ein Rückblick in Form eines Konzertechos findet ebenfalls im Informationsblatt Impulse statt.
Dabei hat sich die Konzertserie „Musique pour faire plaisir“ im Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg etabliert. Dort wurde bisher in jedem Konzert ein Auftragswerk des Vereins uraufgeführt. Da gab es z.B. Uraufführungen von Jan Müller-Wieland, Wilfried Hiller oder Thomas Jahn. Internationale Projekte mit dem amerikanischen Komponisten Leo Eylar oder dem chinesischen Komponisten Xiaoyong Chen fanden hier ebenfalls ihren Abschluss.
Umrahmt wurden diese neuen Klänge von Werken bekannter, aber auch unbekannter Komponisten der Klassik und Romantik. Das war ausdrücklich Wunsch der Musiker des ensemble acht. Man wollte sich nicht nur ausschließlich um zeitgenössische Musik kümmern, sondern sie in einen Zusammenhang zum bestehenden Repertoire stellen. Man wählte diesen Weg, um neue Musik gerade auch an diejenigen Hörer zu vermitteln, die ansonsten eher dem klassisch-romantischen Konzertrepertoire zugeneigt sind.
Ideen für Projekte waren immer reichlich da. Und Pläne für die Zukunft gibt es daher genügend: Eine feste Spielstätte wird seit einiger Zeit gesucht. Auch ein eigenes kleines Festival ist angedacht. In der Diskussion bei den Initiatoren und Organisatoren tauchen aber auch immer wieder politische Fragen über Kultur und Gesellschaft auf. Welche Rolle spielen dabei Ehrenämter ? Kann man neben Beruf und Familie überhaupt ein Ehrenamt ausüben ?
Aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel bleibt aber leider vieles Idee. Ohne finanziellen Mittel lassen sich keine Kammermusikprojekte realisieren. Die Komponisten haben bisher überwiegend ohne Honorar oder für eine kleine Aufwandsentschädigung gearbeitet. Ein Konzert durchzuführen, kostet Geld - von der Saalmiete über die GEMA, Werbung, bescheidene Honorare für Musiker und deren Fahrtkosten. Doch Sponsoren für Kammermusik zu finden, ist extrem schwierig. Zu hoffen bleibt, dass Sponsoring in Zukunft nicht nur bei „repräsentativen“ und event- trächtigen Veranstaltungen zu erwarten ist, sondern auch die Bedeutung kultureller Vielfalt und eben auch der Kammermusik nicht vergessen wird.
Daher möchten wir uns an dieser Stelle bei einigen Institutionen besonders bedanken: Die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, die Hamburgische Kulturstiftung und das Institut Francais de Hambourg haben mehr als einmal Projekte des Vereins kammermusik heute e.V. finanziell unterstützt. Das hat eine gewisse Kontinuität gewährleistet. Vor allem aber herzlichen Dank an viele Mitglieder allen voran Frau Brigitte Feldtmann -, die es überhaupt möglich gemacht haben, viele Ideen in die Tat umzusetzen.
Vielen Dank auch an einige Mitglieder, Freunde und Weggefährten, die für diese Festschrift und die zahlreichen impulse-Ausgaben schriftliche Beiträge geliefert haben. Die Autoren dieser Festschrift haben das Thema Kammermusik unterschiedlich beleuchtet. Dabei sind ganz verschiedene Aspekte zu Tage getreten, die hoffentlich wieder Anlass zu Diskussionen liefern. Wir freuen uns jetzt schon auf kontroverse Reaktionen.
Also hat es sich ja vielleicht doch gelohnt, einen Kammermusikverein ins Leben zu rufen. Vielleicht waren am Ende einige Begegnungen und Projekte sogar nachhaltiger, als so manch aufgeblasenes Konzertereignis? Die ersten fünf Jahre sind geschafft. Niemand weiß, ob das die schwierigsten Jahre des Vereins waren.
Für die Zukunft hoffen wir natürlich auf Unterstützung in finanzieller, aber auch in ideeller Hinsicht, so dass weiterhin ausgewählte Projekte und ausgesuchte Konzerte stattfinden können. Die kleinen Inseln der Besinnung im Dickicht der Großereignisse mögen uns allen doch bitte weiterhin erhalten bleiben !
aus der Festschrift 2005
Stefan Schäfer 1. Vorsitzender
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Der Verein
Vorstand
Kammermusik neu erleben
(von Nina Polaschegg)
Ausblick mit Rückblick
(von Stefan Schäfer)
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